Ich träume Wälder
Gibt es ein echtes Leben jenseits der dreißig? Wie behält man sich die Vehemenz, die Wut und Unbedingtheit?
Oder landen wir am Ende immer nur bei Dingen, die uns schwerer machen und hinunterziehen in das große Loch der Depression? Sollen wir noch einen trinken?
Zwei Freundinnen treffen sich in ihrer Heimatstadt, um einen Abend lang zu reden, zu trinken und das Chaos zu verbreiten, das sie früher in sich gefühlt haben.
Mit dabei auf ihrem Nostalgietrip:
Ein Bruder, der inzwischen die alten Avantgardeträume wahr gemacht hat und Theaterregisseur geworden ist und ein seltsamer, möglicherweise taubstummer Kellner in einem Molekularrestaurant.
Die erste Produktion der other group aus Freiburg ist eine Mischung aus Diskurspop, Postdrama und Hyperspeedboulevard, die es nicht unter den großen Themen macht: Kunst, Politik, Existenz, Ernst Jünger und die Frage, ob Morrisey und Elvis mehr gemeinsam haben als die Frisur und das Fehlen eines Zunamens.
“Ich träume Wäder” wurde im Frühjahr 2010 aufgeführt.